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Kulturbeauftragte bringen Kunst und Musik in die Schulen

Verantwortlicher Autor: Stadtverwaltung Schwetzingen Schwetzingen, 25.09.2025, 21:59 Uhr
Presse-Ressort von: Tanja Obermann Bericht 5051x gelesen

Schwetzingen [Stadtverwaltung Schwetzingen] Schwetzingen ist seit Jahren ein Musterbeispiel für gelebte Kulturvermittlung. An nahezu allen Schulen gibt es Kulturbeauftragte, die eine Brücke zwischen Unterricht, Stadtgesellschaft und Kulturszene schlagen. Sie initiieren Projekte, holen externe Partner ins Boot und machen Kunst und Musik für Kinder und Jugendliche erlebbar. „Im Kern geht es darum, die Schule nach außen zu öffnen und eine Verbindung in die Stadt

hinein zu schaffen. Wir möchten, dass Schülerinnen und Schüler ihren Lern- und Lebensort auch kulturell erleben und verstehen“, erklärt Sabine Grimm, Kulturbeauftragte des Schwetzinger Hebel-Gymnasiums. Unterstützung kommt von vielen Partnern, etwa den Schwetzinger SWR Festspielen. „Dieser Austausch und diese Vernetzung sind in Schwetzingen wirklich mustergültig“, betont Cornelia Bend, die Leiterin der Festspiele.

Angefangen hat das Projekt bereits 2005: Seitdem findet ein enger Austausch zwischen den Kulturbeauftragten der Schwetzinger Schulen und der Abteilung Kultur unter Leitung von Dr. Barbara Gilsdorf statt. Gemeinsam wurde damals ein umfassendes Projekt anlässlich des 250. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart geplant. Schreibwerkstätten entstanden, an deren Ende eine Buchveröffentlichung und eine Lesung standen.

2008 folgte Dr. Barbara Gilsdorf der Empfehlung des Bundes, die Benennung von Kulturbeauftragten in den Schwetzinger Schulen anzuregen. Diese Anregung wurde durchgängig positiv aufgenommen, sodass schnell Lehrkräfte benannt waren. Ab 2009 entwickelte sich – gemeinsam mit weiteren Kulturakteuren sowie Kolleginnen und Kollegen der Kulturabteilung – ein reger Austausch. „Wir sehen diese Zusammenarbeit als eine echte Erfolgsstory. Sie ist ein wichtiger Beitrag, um nachfolgende Generationen für Kultur im Allgemeinen und die Geschichte der Stadt im Besonderen zu sensibilisieren und sie aktiv einzubeziehen und freuen uns auf die weiteren Projekte“, betont Gilsdorf.

Neben jährlich wiederkehrenden Konzepten werden gesondert zu Themenjahren Projekte ins Leben gerufen. Aktuell werden Programme zum 200. Todestag von Johann Peter Hebel (22. September 2026) geplant und umgesetzt. Mit der neuen Leiterin der Schwetzinger SWR Festspiele, Cornelia Bend, und ihrem Kollegen Sebastian Bauer wurde die Zusammenarbeit mit den Kulturbeauftragten der Schwetzinger Schulen intensiviert. Schon im Vorfeld zur ersten Festspiel-Saison 2025 entstand ein enger Gedankenaustausch hinsichtlich eines Angebots für Kinder und Jugendliche, in das auch Anregungen der Schwetzinger Kulturbeauftragten einfließen konnten.

Die Abfrage der Eindrücke und Einschätzungen der Lehrkräfte im Nachgang zu den Festspielen 2025 illustriert sehr gut den Austausch auf Augenhöhe. Heute stehen Musikvermittlung, kreative Projekte und niederschwellige Zugänge im Mittelpunkt. „Unser Anliegen ist es, Hürden abzubauen und Musik, Kunst und Sprache erlebbar zu machen, wie beispielsweise mit den Familienkonzerten oder den Workshops mit Star-Tenor Julian Prégardien. Es macht uns große Freude, aus den Ansätzen und Ideen dieses Netzwerks immer wieder neue Impulse – auch für die nächste Saison – zu gewinnen“, so Bend.

Neben Konzerten und Workshops lernen die Schülerinnen und Schüler auch, wie Kulturarbeit funktioniert – von der Pressearbeit über die Logistik bis hin zur Organisation. „So können wir Interessen schärfen, sie auf die Arbeitswelt vorbereiten und vielleicht sogar neue Leidenschaften wecken“, sagt Sabine Grimm. Aktuelle Themen wie Street Art oder das Johann-Peter-Hebel-Gedenken werden aufgegriffen und mit historischen Inhalten verknüpft, so werden neben der Bildhauerei auch Grafitti gesprayt.

Für die kommende Saison haben sich die Beteiligten viel vorgenommen. „Die Saison steht unter dem Motto ‚Haltung‘. Wir wollen Offenheit und Toleranz vermitteln – in aktuellen Zeiten wichtiger denn je“, erklärt Cornelia Bend.

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