Donnerstag, 23.05.2024 03:00 Uhr

Deutscher Amazonen-Doppelsieg im Preis der Firma Vitakraft

Verantwortlicher Autor: Pressebüro Binder Mannheim, 08.05.2024, 21:07 Uhr
Presse-Ressort von: Tanja Obermann Bericht 2591x gelesen

Mannheim [Pressebüro Binder] Deutscher Doppelsieg am Dienstag zum Auftakt des letzten Tages beim 60. Mannheimer Maimarkt-Turnier: Die Amazonen Marie Schulze Topphoff (Münster) und Jörne Sprehe (Fürth) düpierten im Preis der Firma Vitakraft die Konkurrenz. Die 27-jährige Schwester von Philipp Schulze Topphoff hatte die erst acht Jahre alte Westfalen-Stute A Coruna gesattelt und war bei ihrem Null-Fehler-Ritt in 48.23 Sekunden

die Schnellste der 20 Starter. Ohne Abwurf kam die 41-jährige Jörne Sprehe mit ihrer Stute Starlinda nach 49.01 Sekunden ins Ziel und verwies damit den Slowenen Urh Bauman und seinen achtjährigen Wallach Butterfly Effect auf den dritten Platz (0/49.37). Finale Youngster-Tour: Mit einem Schweizer Erfolg endete am Schlusstag des 60. Mannheimer Maimarkt-Turniers das Finale der Youngster-Tour für sieben- und achtjährige Pferde um den Preis der Brose SE präsentiert von TheurerTrucks GmbH & Co. KG. Edouard Schmitz, am Sonntag im LONGINES EEF Nations Cup letzter Starter der Schweizer Equipe – die Sechste wurde –, war im Stechen der 15 „Nuller“ aus dem Umlauf der Schnellste

und durchbrach auf dem KWPN-Hengst Maestro S ohne Abwurf nach 37.78 Sekunden die Lichtschranke. Sein Lohn: 1.500 Euro Preisgeld. Dahinter kam der Tscheche Ales Opatrny – er hatte im Nationenpreis eine Doppel-Null hingelegt – auf den zweiten Platz, im Sattel des Holsteiner Wallachs Don hatte er ebenfalls keinen Fehler zu verzeichnen und benötigte 38.43 Sekunden bis ins Ziel. Dafür gab es 1.200 Euro Preisgeld. Auf dem dritten Rang landeten Fredrik Spetz (Schweden) und seine Stute Galactee de Tivoli (0/38.45). Beste Deutsche war Pia-Luise Baur (Durmersheim), mit dem Wallach Emeraldo belegte sie den sechsten Platz (0/40.20).

Ein schöner Scheck und herausragende sportliche Leistungen

Hochzufrieden mit dem Jubiläumsturnier zeigte sich Peter Hofmann, der Präsident des veranstaltenden Reiter-Verein Mannheim, am Schlusstag des 60. Maimarkt-Turniers: „Unsere Maxime, das Pferd den Menschen nahezubringen, ist in den sechs Jahrzehnten gelungen!“ Seine Freude wurde noch vergrößert durch die Übergabe eines 10.000-Euro-Schecks, den Gregor Spachmann, Botschafter der Höreraktion „Kinder unterm Regenbogen“, für den Reiter-Verein Mannheim mitgebracht hatte. Schon seit 22 Jahren unterstützt sein Sender Radio Regenbogen das „Heilpädagogische Reiten“ des Reiter-Verein, „das durch diese zuverlässigen Spenden gesichert ist und Woche für Woche 100 Kindern mit Einschränkungen in unserem Verein zugutekommt“,

sagte Peter Hofmann ihm und den Hörern von Radio Regenbogen „ein großes Dankeschön“. Die strahlenden Kinderaugen bei diesem Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Kinderhaus St. Clara seien „sehr berührend und deshalb bin ich unendlich dankbar für die Unterstützung der Regenbogen-Hörer“. Zum Sportlichen erklärte Peter Hofmann, dass der Auftritt der erfolgreichsten Reiterin der Welt, Isabell Werth, mit ihrem Olympiapferd für Paris „ein Privileg und Kompliment für unser Turnier“ gewesen sei. Die Prüfungen der Para-Equestrians – präsentiert von Lotto Baden-Württemberg – waren für Deutschland und Österreich als Olympiasichtung ausgeschrieben „und die USA kamen mit ihrer kompletten Equipe, die nach Paris fährt“.

Die USA gewannen den Para-Nationenpreis vor Deutschland, das zuvor sieben Mal gewonnen hatte, lediglich 2017 hatten sich die Niederlande durchgesetzt. Herausragend nannte der Turnier-Chef den LONGINES EEF Nations Cup der Springreiter am Sonntag, bei dem sich die Niederlande mit zwei Punkten vor Gastgeber Deutschland (4) knapp durchsetzen konnte. „Das MVV-Reitstadion war sehr gut gefüllt, wir hatten 90 Minuten live im SWR und die Sendung haben über 90.000 Zuschauer gesehen – damit lagen wir am Sonntag vor dem Fußball – das hat mir großen Spaß gemacht!“, feixte Peter Hofmann.

Para-Tag 4

Noch einmal drei Erfolge für deutsche Reiterinnen. Dreimal wurde am Dienstag zum Abschluss des 60. Mannheimer Maimarkt-Turniers bei den Siegerehrungen in den fünf Prüfungen der Para-Equestrians – präsentiert von Lotto Baden-Württemberg – die deutsche Nationalhymne gespielt. Martina Benzinger, Anna-Lena Niehues und Regine Mispelkamp holten sich in Grade I, IV und V zur Freude des Publikums auf der gut besuchten Tribüne des Dressurstadions die goldenen Schleifen.

In Grade III um den Preis der VR Bank Rhein-Neckar eG setzte sich die Amerikanerin Rebecca Hart auf der Hannoveraner Stute Floratina mit 78.944 Prozent knapp vor Francesca Salvadè (Italien) im Sattel des erst siebenjährigen Wallachs Escari durch (78.878). Auf den Plätzen 3 und 4 folgten Melanie Wienand (Osnabrück) auf dem elfjährigen Hannoveraner Wallach Lemony’s Loverboy (74.778) und Steffen Zeibig (Arnsdorf) mit Patamon (73.800). Am Montag hatte sie das Goldene Reitabzeichen verliehen bekommen, am Dienstag gewann Martina Benzinger (Remda-Teichel) in Grade I den Preis der Heinrich-Vetter-Stiftung.

Mit 75.567 Prozentpunkten verwies sie auf ihrer schon 18 Jahre alten Stute Nautika die zweimalige Siegerin der letzten Tage, Laurentia Tan (Singapur) im Sattel ihres KWPN-Hengstes Hickstead (75.555), hauchdünn auf den zweiten Platz. Der ehemalige Vielseitigkeitsreiter und mehrmalige Paralympics-Sieger Pepo Puch (Österreich) setzte sich in Grade II im Preis der Lotto Baden-Württemberg knapp vor Heidemarie Dresing (Rheda-Wiedenbrück) durch. Puch im Sattel von Sailor’s Blue wurde mit 77.533 Prozent bewertet und lag damit gerade einmal 33 Hundertstelpunkte vor der Deutschen im Sattel von Horse24 Dooloop (77.500).

Anna-Lena Niehues gewann in Grade IV den Preis der MVV Energie AG vor ihrem Landsmann Noah Kuhlmann. Die Gronauerin und ihre elfjährige Westfalen-Stute Quimbaya wurden mit 78.683 Prozent bewertet und lagen damit mehr als drei Prozent vor dem Reiter aus Rielasingen im Sattel des Rheinländer Hengstes Staatslegende (75.233). Kate Shoemaker (USA) und ihre achtjährige Stute Vianne mussten sich diesmal mit dem dritten Platz zufriedengeben (73.892).

In der letzten Para-Prüfung des Tages durfte die Team-Silbermedaillengewinnerin der Europameisterschaft 2023, Regine Mispelkamp (Geldern), in Grade V den Sieg im Preis der Denkwerkstatt für Manager, Mannheim, bejubeln. Auf ihrem 12-jährigen KWPN-Wallach Highlander Delight’s erhielt sie vom internationalen Richtergremium 78.792 Prozent. Ihre Landsfrau Isabell Nowak (Apelern), die mit dem 13-jährigen Oldenburger Wallach Siracusa OLD startete, wurde mit 75.500 Prozent Zweite vor dem Japaner Toshifumi Jo auf Elmero (73.750).

MVV-Chef Dr. Georg Müller: „Vogel schoss den Vogel ab!“

Besser hätte auch ein Hollywood-Regisseur den abschließenden Höhepunkt des 60. Mannheimer Maimarkt-Turniers nicht in Szene setzen können: Mit Richard Vogel (Reiter-Verein Mannheim) gewann nach einem spannenden Stechen ein echter „Monnemer“ die mit 85.000 Euro dotierte „Badenia – Großer Preis von MVV“. Damit sicherte sich der 27-Jährige als fünfter Reiter das „Double“ in der Quadratestadt, bestehend aus den Erfolgen im Championat von Mannheim und in der Badenia im selben Jahr. Das war bislang nur Meredith Michaels-Beerbaum 1993, Franke Sloothaak 1996, Ludger Beerbaum 2001 und Simone Blum 2019 gelungen.

Nun reihte sich „Richie“ Vogel in diese Liste ein und durfte sich nach dem fehlerfreien Stechen in 41.74 Sekunden neben dem Sieg auch über 21.250 Euro Preisgeld freuen. „Vogel schoss den Vogel ab“ zog Dr. Georg Müller, der Vorstandvorsitzende der MVV Energie AG, sein persönliches Fazit und unterstrich dabei, dass „Richard Vogel das 60. Maimarkt-Turnier mit einem tollen Stechen und einem Mannheimer Sieger belohnt“ habe. „Das Turnier ist eine strukturelle Auszeichnung für die Stadt Mannheim, das Stadion, den Reiter-Verein und Peter Hofmann mit seinem Team, und es hat sich Schritt für Schritt nach oben gearbeitet!“

Badenia-Sieger Richard Vogel lobte seinen Hannoveraner Wallach Cydello, der gezeigt habe, was für ein Kämpfer er ist und wie er mitmacht“. Parcours-Chefin Christa Jung attestierte er einen „Super-Parcours, und beim Abgehen dachte ich, der ist doch sehr anspruchsvoll“. Das zeige aber auch, welch gutes Starterfeld in Mannheim dabei war, denn es war ein super-spannendes Stechen und ein sehr gelungener Großer Preis!“

Mannheims Bürgermeister Dr. Volker Proffen betonte, dass „Mannheim an vielerlei Stellen gewonnen hat und eine wichtige Facette der Sportstadt“ sei: „Wir sehen die Fahnen der 25 Nationen, aus denen die Teilnehmer gekommen sind, und besser hätte es nicht laufen können! Der Zuspruch der Menschen, die Begeisterung des Publikums waren einfach großartig!“ Zweiter der Prüfung wurde nach dem spannenden Stechen der zehn „Nuller“ Christian Kukuk (Riesenbeck), der auf der elfjährigen Stute Nice van’t Zorgvliet ohne Abwurf blieb und nach 42.49 Sekunden im Ziel war. Dafür gab es 17.000 Euro und außerdem auch wertvolle Weltranglistenpunkte.

Auf dem dritten Platz landete Wilma Hellström (Schweden), die auf der 13 Jahre alten Stute Cicci BJN ohne Abwurf nach 45.06 Sekunden die Lichtschranke durchbrach. 12.750 Euro und Punkte für das World Ranking waren ihre Belohnung. Turnier-Chef Peter Hofmann gratulierte in der Pressekonferenz dem Sieger und Mitglied seines Reiter-Verein, „der uns einen ganz großen Moment zum Geburtstag geschenkt hat“. Der „Turnier-Motor“ weiter: „Das war ein ganz großes Stechen und ein unglaublicher Höhepunkt, das zwei Top-Reiter aus dem Olympiakader uns hier geboten haben!“

Peter Hofmann dankte auch Dr. Müller und der MVV sowie Dr. Volker Proffen und der Sportstadt Mannheim für die Unterstützung sowie Christa Jung („Ohne ihre Parcours wäre das nicht gegangen!“) und nannte die Badenia „das Tollste, was wir hier bisher erlebt haben!“ Er schloss mit den Worten: „Schade, dass es rum ist, da geht ein bisschen die Luft raus. Aber das bremst nicht meine Motivation!“ Als erfolgreichster Springreiter wurde Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) geehrt.

„Kinder unterm Regenbogen“

„Dieses Hilfsangebot braucht Planungssicherheit“. Das Versprechen von Gregor Spachmann, Botschafter für Kinder unterm Regenbogen, gilt weiter. Spachmann freut sich die Unterstützung fortführen zu können und „durch die Arbeit des Reitervereins ein unbezahlbares Strahlen in viele Kinderaugen zaubern zu können“. Wie schon in den 22 Jahren zuvor hatte „Kinder unterm Regenbogen“ frühzeitig das „Heilpädagogische Reiten“ des Mannheimer Reitervereins mit einer großzügigen Spende gesichert.

So auch heute: Im MVV Reitstadion Mannheim übergab Spachmann in Vertretung für die „Kinder unterm Regenbogen“ einen Spendenscheck über 10.000 Euro im Rahmen des Maimarkt-Turniers am Dienstag den 7.5.2024 an den Vorsitzenden des Reiter-Vereins, Peter Hofmann. Der Mannheimer Verein bietet seit vielen Jahren das therapeutische Reiten an. „Neben dem Reiten für Kinder und Heranwachsende mit körperlichen und geistigen Einschränkungen ist ein Schwerpunkt der Arbeit das Sprachförderprojekt mit Kindergärten aus Mannheim“, ließ Peter Hofmann bei der Spendenübergabe wissen. Hierzu würden speziell ausgebildete Pferde mit entsprechendem Fachpersonal benötigt, das reit- und sprachpädagogisch ausgebildet sei.

In diesem Projekt werden nach Worten Hofmanns pro Woche bis zu 100 Kinder betreut. „Da wir dieses segensreiche Projekt auf jeden Fall weiterführen wollen, müssen wir dafür auch unsere personelle Infrastruktur sowie die entsprechend ausgebildeten Pferde vorhalten. Dies alles verursacht nicht unerhebliche Kosten, die gedeckt werden müssen. Wir sind sehr dankbar für verlässliche Spender wie durch „Kinder unterm Regenbogen“, betonte der Präsident des Reiter-Vereins. Unsere Arbeit kann damit gesichert fortgeführt werden“.

„Kinder, die Hilfe brauchen, liegen den Hörer:innen von Radio Regenbogen besonders am Herzen. Zu jeder Zeit, egal wie schwer diese ist“, ließ Tobias Heger, Geschäftsführer von Kinder unterm Regenbogen, keinen Zweifel daran, „dass der Reiterverein bei seinem sozialen Engagement auch weiter auf uns zählen kann“. Daher freue man sich, dieses wichtige und sinnvolle Angebot erneut unterstützen zu können. Die Gesamtspendensumme, die in den letzten 23 Jahren dafür übergeben wurde, liege mittlerweile bei knapp 180.000 Euro. „Ohne das großartige Engagement unserer Hörer: innen, insbesondere beim jährlichen Spendenmarathon für „Kinder unterm Regenbogen“ im Dezember, wäre das nicht möglich“, so Heger abschließend.

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