Donnerstag, 23.05.2024 01:57 Uhr

Turnierchef Peter Hofmann dankbar beim Helferfest

Verantwortlicher Autor: Pressebüro Binder Mannheim, 05.05.2024, 17:55 Uhr
Presse-Ressort von: Tanja Obermann Bericht 3017x gelesen

Mannheim [Pressebüro Binder] „Ohne euch wäre das Maimarkt-Turnier nicht das, was es ist!“ Am Freitagabend lud Turnierchef Peter Hofmann Richterinnen und Richter sowie zahlreiche Helferinnen und Helfer ins Cateringzelt zum Helferfest: „Das 60. Maimarkt-Turnier ist ein ganz besonderer Anlass, euch allen Dankeschön zu sagen!“ Der Vorsitzende des Reiter-Verein Mannheim organisiert bereits zum 41. Mal das Reitsport-Highlight.

Er erinnerte an die Turnieranfänge auf dem alten Friedensplatz, den Umzug ins MVV-Reitstadion 1985, an die Höhepunkte wie die Europameisterschaften 1997 und 2007 sowie die Voltigier-WM 2000, aber auch an das „Corona-Turnier“ 2022. „Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen“, so sein Fazit. In diesem Jahr macht die LONGINES EEF Nations Cup Serie bereits zum dritten Mal Station im Rahmen des Maimarkt-Turniers und „wir hoffen, dass sie auch künftig nach Mannheim kommen wird“. Ans Aufhören denkt Hofmann selbst noch nicht: „Ich mache weiter, so lange ich gesund bin“, versprach er und hoffte zugleich „weiterhin auf den großen Rückhalt von euch als Helferinnen und Helfer“.

Drei verschiedene Nationalhymnen in drei Prüfungen

Drei verschiedene Nationalhymnen ertönten am Samstag in den drei Prüfungen der Para-Equestrians – präsentiert von Lotto Baden-Württemberg – im Rahmen des 60. Mannheimer Maimarkt-Turniers. Zunächst hörten die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer am Dressurviereck die niederländische Hymne, gefolgt von der Nationalhymne Singapurs. Abschließend erklang das „Stars-Sprangled Banner“ der USA. In Grade III setzte sich im Preis der Gothaer Versicherung die Niederländerin Rixt van der Horst auf dem neunjährigen Westfalen-Hengst Eisma’s Royal Fonq mit 75.389 Prozentpunkten vor Rebecca Hart (USA) und Floratina, einer schon 16 Jahre alten Hannoveraner Stute (75.111), durch.

Dritte wurde die Italienerin Francesca Salvadè im Sattel des erst siebenjährigen Hannoveraner Wallachs Escari (72.611). Beste Deutsche war Melanie Wienand (Osnabrück) mit Lemony’s Loverboy (70.222) auf Rang fünf. Im Preis der Stiftung Deutscher Pferdesport in Grade I erreichte die Siegerin Laurentia Tan aus Singapur mit dem zwölfjährigen, in den Niederlanden gezogenen Wallach Hickstead beachtliche 76.250 Prozentpunkte und distanzierte damit ihre „Landsfrau“ Gemma Rose Jen Foo und ihren 13 Jahre alten Hannoveraner Wallach Banestro (75.417). Martina Benzinger (Remda-Teichel) im Sattel ihrer schon 18 Jahre alten Stute Nautika wurde Dritte (73.750).

Im Preis der Gothaer Versicherung führte in Grade II lange der favorisierte Österreicher Pepo Puch, ehe die 25-jährige Amerikanerin Fiona Howard den ehemaligen Vielseitigkeitsreiter noch abfing. Sie ritt die elf Jahre alte Hannoveraner Stute Diamond Dunes und kam auf 75.115 Prozent, Puch im Sattel von Sailor’s Blue, einem 16-jährigen Hannoveraner Wallach, kam auf 72.586. Den dritten Platz belegte Roberta Sheffield (Kanada) mit Dr. House jr. (70.690), vor der besten Deutschen Gianna Regenbrecht (Münster) auf dem Oldenburger Wallach Tomorrowland (70.460).

Dorothee Schneider rollt das Feld von hinten auf

Die Letzte wird die Erste sein: Bei der Grand Prix Kür um den Preis der GBG Unternehmensgruppe GmbH ritt Dorothee Schneider mit ihrem 12-jährigen Westfalen-Wallach Dayman als Letzte ins Viereck – und holte am Ende beim 60. Maimarkt-Turnier den Sieg mit einer Wertung von 78.960 Prozentpunkten. „Ich bin sehr, sehr happy mit unserer Prüfung, die unsere erste gemeinsame Kür war“, so die zweimalige Mannschafts-Olympiasiegerin Dorothee Schneider strahlend. Sie habe sich zunächst auf die Specials konzentriert. „Doch das Mannheimer Maimarkt-Turnier war für mich eine gute Option, mit der Kür zu starten“, bekannte die Framersheimerin, sehr zur Freude von Turnierchef Peter Hofmann.

„Dayman hatte Lust, sich zu präsentieren, wir hatten viele Highlights und es hat riesigen Spaß gemacht“, berichtete „Doro“. Besonders gut habe sich die vorletzte und letzte Piaffe angefühlt, „ein cooler Moment“ in einer insgesamt doch schwierigen Kür. Daymans Talent wecke Lust auf mehr. Als nächstes sind die beiden auf Sichtungsturnieren in Wiesbaden und Balve zu sehen. Der Österreicher Florian Bacher und sein Oldenburger Wallach Fidertraum OLD wurden vom internationalen Richtergremium mit 76.770 Prozentpunkten auf den zweiten Platz gesetzt. Auf Rang drei folgten Malin Wahlkamp-Nilsson (Schweden) und ihr Oldenburger Wallach Sam (74.590).

Lokalmatador Richard Vogel am Schnellsten

63 Starterinnen und Starter gingen am Samstag im Maimarkt-Championat – präsentiert von Karl Berrang SE – in den Parcours. Insgesamt zeigten 37 Paare fehlerfreie 15 Sprünge über die zwölf Hindernisse, doch an Richard Vogel vom Reiter-Verein Mannheim und seinem 12-jährigen Hengst Churchill kam an diesem Nachmittag keiner vorbei. Das Paar benötigte 62,84 Sekunden – Bestzeit an diesem Samstag. „Churchill ist nach seiner Verletzungspause wieder gut in Form. Ich hatte gleich nach dem zweiten Hindernis ein gutes Gefühl“, so der Mannheimer.

„Es ist eine Supergeschichte, dass ein Reiter unseres Vereins gewonnen hat und morgen beim Nationenpreis an den Start geht“, freute sich der Vorsitzende des Reiter-Verein Mannheim und gleichzeitig Sponsor des mit 30.000 Euro dotierten Championats, Peter Hofmann. Seine Firma, Karl Berrang SE, ein mittelständiges Unternehmen, ist seit 1964 ununterbrochen beim Maimarkt-Turnier dabei. Richard Vogel betonte, er sei immer sehr motiviert, „wenn ich nach Hause komme“. Für Parcours-Chefin Christa Jung hatte er ein besonders Lob parat: „Es zeichnet sehr gute Parcours-Bauer aus, einen fairen Parcours ohne Klippen zu bauen. Es war ein einladendes Springen.“ Für das 60. Maimarkt-Turnier habe er sich vorgenommen, ordentlich anzugreifen.

Die nächste Gelegenheit steht am morgigen Sonntag beim LONGINES EEF Nationenpreis an. „Am liebsten mit einer Doppel-Null“, so Vogel augenzwinkernd. Mit Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) wurde ein weiterer Baden-Württemberger Zweiter. Bei 62,98 Sekunden blieb für ihn und seine zehnjährige Stute Jiniki die Stoppuhr stehen. Der Niederländer Michael Greeve schob sich mit seinem Wallach Kannanton Z in 65.17 Sekunden auf den dritten Platz und „verhinderte“ so einen deutschen „Dreier“, denn Katrin Eckermann wurde mit Zoe Blue Bth Vierte.

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